Nachhaltiger Ökostrom. Was? Wer? Warum? Wann?

Zahlreiche Ökostrom Anbieter tummeln sich am deutschen Markt. Aber was ist echter Ökostrom, wer bietet nachhaltigen Ökostrom an und was hat einfach nur ein grünes Label? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Die Tage der Kernenergie sind glücklicherweise gezählt. Bei Kohlestrom eiert die Bundesregierung herum, angefüttert mit populistischen Horrorszenarien der Kohlelobby – Und dennoch: 70% aller Deutschen befürworten den Kohleausstieg. Das ist eine beeindruckende Zahl, aber wieviel Wert hat sie eigentlich? Tatsächlich beträgt der Marktanteil von Ökostrom gerade mal 20%

Die Frage ist also: Du willst den Kohleausstieg? Dann steig aus! Jetzt!

Die Diskussion ob wir aus der Kohleenergie aussteigen sollen ist eine Farce. Wir versuchen hier mit Mutter Erde zu diskutieren – und sie diskutiert nicht, sie verhandelt nicht. Ungeachtet der CO2 Belastung durch Kohlekraftwerke, ist es nunmal ein Fakt, dass ein Rohstoff wie Kohle nicht nachwächst und irgendwann nunmal alle ist. Das heißt: Früher oder später bleibt uns nichts anders übrig als alternativ Strom zu erzeugen.

Was ist nachhaltiger Ökostrom?

Nachhaltige Ökostromanbieter bieten nicht nur Strom aus erneuerbaren Energien an, sie investieren auch massiv in die lokale Ökstromproduktion. Hierzu zählt der Ausbau und die Weiterentwicklung von Ökostromanlagen und die Entwicklung von neuen Formen der Stromerzeugung.  Das ok-power-Siegel steht genau dafür, ebenso wie das Grüner Strom Label, daran kann man sich gut orientieren.
Für nachhaltigen Ökostrom werden natürlich auch nur Anlagen in Einklang mit Tier und Natur gebaut, denn Windräder, die ohne Sinn und Verstand in die Botanik gepflanzt werden, sind schlichtweg nicht nachhaltig.

Außerdem sind an nachhaltigem Ökostrom auch keine Kohle und Atomkonzerne beteiligt, diese Unternehmen können zwar auch zertifizierten Ökostrom erzeugen, sind aber nicht nachhaltig. Eprimo zum Beispiel dürfte zu den günstigsten Ökostromanbietern gehören, dahinter steckt aber RWE – also ein Anbieter der große Waldflächen rodet, um an weitere Kohle zu kommen (Nick Schrader dreht aktuell eine Dokumentation über die Zerstörung des Hambacher Forsts durch Braunkohleabbau). Mit seinem billig produzierten Kohlestrom subventioniert der Konzern nun seinen Ökostrom, damit der schön billig ist. Wer also zu diesem Anbieter wechselt, ändert nichts. NaturEnergiePlus klingt auch ganz schön grün – aber dahinter steckt EnBW, also einer der größten Kohle und Atomstromproduzenten.

Wir empfehlen diese nachhaltigen Ökostromanbieter?

Greenpeace Energy

8,90€ pro Monat

27,10 Cent/kWh

Naturstrom

8,90€ pro Monat
27,75 Cent/kWh

Polarstern

9,60€ pro Monat

27,00 Cent/kWh

Bürgerwerke

8,90€ pro Monat

27,00 Cent/kWh

Warum sollte man überhaupt nachhaltigen Ökostrom beziehen?

Ein oft genanntes Argument ist, dass ja ohnehin aus allen Steckdosen der gleiche Strom kommt. Das ist sicher richtig, aber mit dem Wechsel unterstützt Du den Ausbau von erneuerbaren Energien und verbesserst Deine persönliche Energiebilanz (ca 500 g COP2 pro Kilowattstunde)
Du unterstützt damit auch kein Unternehmen, das Dir auf der einen Seite grünen Ökostrom verkauft und auf der anderen Seite weiterhin mit Kohlekraftwerken unsere Umwelt verpestet oder den Wald abholzt. Kurz: Jede ökologisch erzeugte Killowattstunde ist eine, die nicht durch Kohle oder Atom erzeugt werden muss. Du setzt ein Zeichen und übst Druck auf Politik und Wirtschaft aus.

Ja, aber: Kohlestrom sichert Arbeitsplätze und schützt vor dem Blackout

Was für ein zauberhaftes Märchen. Ein verzweifelter Versuch der Kohlelobby Stimmung zu machen. Fakt ist: die Kohleindustrie hat in den letzen 25 Jahren 89% aller Stellen abgebaut und aktuell arbeiten gerade mal 12.000 im Kohlebergbau. Die erneuerbaren Energien, stellen aktuell übrigens 330.000 Arbeitsplätze. Also worüber genau, sprechen wir hier? Natürlich müssen wir uns um 12.000 Menschen kümmern und absichern, dass diese ohne finanzielle Einbußen weiter leben können, sofern sie nicht umgeschult werden können.
Die Angst vor dem Blackout ist völlig unbegründet und reine Panikmache. Denn es gibt in Deutschland bereits Reservekraftwerke, die kurzfristig ihre Kapazitäten hoch und rungerschrauben können. 2016 haben an 108 Tagen übrigens diese Reservekraftwerke für die Versorung gesichert – also eine Zeit in der wir größtenteils noch Atom und Kohlestrom bezogen haben.

Ja, aber die Ökobilanz von Windrädern ist so schlecht.

Das muss man differenzierter betrachten. Ja natürlich werden teure Metalle und Materialien in Windrädern verbaut, aber bereits nach einem Jahr Laufzeit hat ein Windrad mehr Energie erzeugt, als seine Produktion gekostet hat. Richtig ist natürlich auch, dass man Windräder nicht einfach massenweise in die Botanik bauen sollte – Waldrodung zugunsten von Windkraftanlagen kann ich genauso wenig gut heißen wie für Kohleabbau.
Und hier ist noch ein entscheidender Grund für nachhaltige Ökostromanbieter: Denn für diese Windräder wurde keine Natur geopfert.

Stromspeicher: Salzstock

Stromspeicher. Damit mussten wir uns nie beschäftigen, schließlich produzierten Kraftwerke Tag und Nacht wetterunabhängig Strom. Erneuerbare Energien sind da etwas komplizierter. Deshalb werden Stromspeicher immer wichtiger. Dicke Akkus im Keller sind da nur eine Lösung. Spannend finde ich das Vorhaben der Oldenburger EWE, die bauen den größten Stromspeicher der Welt in einem Salzstock.  Hier soll so viel Strom gespeichert werden, dass man ganz Berlin stundenlang mit Strom versorgen kann. DAS ist Innovation.

Strom erzeugen Da wo er gebraucht wird.

Eine große Aufgabe bei der Energiewende ist der Transport von Strom. Energie aus Windkraft von der Nordsee nach Wolfratshausen und Sonnenenergie aus Brandenburg nach Köln. Dieses Bild wird von Kritikern der Energiewende immer wieder vorgekramt. Aber warum sollte der Strom denn überhaupt so weit transportiert werden? Anlagen können, genau wie Kraftwerke nahezu überall gebaut werden. Wo hier der Unterschied zu Kohle und Atomstrom sein soll, will sich mir nicht erschließen.

Besser sogar noch, wie es die Berliner Stadtwerke bereits umsetzen. Hier werden Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der öffentlichen Gebäude angebracht, aber auch Wohnanlagen können sich das auf das Dach pflanzen – Dann entfallen sogar die Transportgebühren für den Endkunden, weil der Strom genau da produziert wird, wo er verbraucht wird. Ebenso werden Blockheizkraftwerke gebaut, die direkt an den Wohnanlagen Strom und Wärme produzieren. Eigene Windkraftanlagen rund um Berlin füttern das ganze noch an. Die stehen auf Grundstücken der Berliner Stadtgüter, was bedeutet, dass dafür keine Pflanze ihr Leben lassen musste.

So und jetzt bist Du dran! Steig aus der Kohleenergie aus – JETZT!
Einfach einen nachhaltigen Ökostromanbieter auswählen, Onlineformular ausfüllen und zurücklehnen. Mehr musst Du nicht tun, den Rest erledigt Dein neuer Ökotromanbieter für Dich.

Greenpeace Energy

8,90€ pro Monat

27,10 Cent/kWh

Naturstrom

8,90€ pro Monat
27,75 Cent/kWh

Polarstern

9,60€ pro Monat

27,00 Cent/kWh

Bürgerwerke

8,90€ pro Monat

27,00 Cent/kWh

Wie Du kostenlos Deinen Alltag nachhaltiger gestalten kannst, verraten wir Dir hier
Die Bürgerwerke haben wir in diesem Artikel genauer unter die Lupe genommen.

 

 

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