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Vegane Winterjacke | nachhaltige, faire und warme Jacken

Als Outdoor Sportler kann ich jeder Jahreszeit etwas abgewinnen und sogar bei klirrender Kälte und Schnee bin ich draußen unterwegs. Das geht nur mit der richtigen Ausrüstung. Neben nachhaltigen Schuhen gehört auch eine faire Winterjacke oder Mantel dazu. In diesem Beitrag wirst Du Deine neue vegane Winterjacke finden!

6 Marken, die Deine neue vegane Winterjacke haben

Daunen fällt einem immer als Erstes ein, wenn es um Wintermäntel geht. Tatsächlich braucht kein Mensch mehr Daunen, um es warm zu haben! Es gibt mittlerweile sehr viele Fair Fashion Labels, die auch vegane Winterjacken und Wintermäntel anbieten. 6 Marken möchten wir Dir hier besonders ans Herz legen.

Jack Wolfskin: Texapore Ecosphere / 365 Kollektion

Jack WolfskinJack Wolfskin ist kein reiner veganer Ausrüster. Zwar lehnt Jack Wolfskin Angora und Pelz konsequent ab, verwendet aber Daunen, Leder und Merinowolle – die allerdings nach strengen Kriterien gewonnen werden. Aber es gibt auch vegane Modelle. Besonders hervorheben möchten wir die Texapore Ecosphere Kollektion – Das war der erste Wetterschutz aus recyceltem Plastik. Die 3 in 1  Kollektion (vorher 365) steht für 1 Jahr = 1 Jacke. Also Schluss mit Übergangsfirlefanz, durch die Kombination aus Wetterschutz und Atmungsaktivität kann sie im Frühling genauso wie zum Glühweintrinken getragen werden.

Seit letztem Jahr gibt es auch die vegane Alternative zu Daunen – Microguard Superloft heißt das Material und ist eine Synthetikfaser, mit der gleichen Wärmeleistung wie Daunen.

Nach jahrelangem „Herumreichen“ von Finanzinvestor zu Finanzinvestor, hat Jack Wolfskin mit der Übernahme durch den US Golfausrüster Callaway endlich ein Zuhause gefunden.

→ JackWolfskin.de*

Kapok-Jacken von ThokkThokk

ThokkTHokkThokkThokk ist ein rein veganes Modelabel (Peta Approved). Ich selbst besitze T-Shirts davon und liebe sie. Bei der Füllung seiner Jacken setzt das Münchner Label auf Kapok, auch Pflanzendaunen genannt  – also die perfekte Alternative zur Daunenjacke. Das Material ist antimikrobiell, wasserabweisend und hält schön warm. Der Samen des Kapok Baumes wurde früher hauptsächlich als Füllmaterial für etwa Polster oder Matratzen verwendet, heute kann die Naturfaser viel mehr. Zwar wächst der Baum in den Tropen, ist aber extrem ertragreich – 20 kg Pflanzendaunen produziert ein Baum pro Jahr. Da die Faser „staubt“ ist natürlich auch nur die Fütterung aus Kapok, außen besteht die Jacke von ThokkThokk aus recycelten und Bio-Materialien.

Pro verkaufter Jacke pflanzt ThokkThokk einen Baum in Mexiko mit Plant for the Planet. Und weil wir ThokkThokk einfach cool finden, gibt es hier von uns eine ganz klare Kaufempfehlung.

→ ThokkThokkMarket.com*

Ecoalf – because we have no Planet B

ecoalfDas war der Claim schon lange, bevor er seinen Weg auf die Plakate von Klimademonstrationen gefunden hat und das zeigt, wie brandaktuell er ist. Der Kern der Philosophie: recycelte Materialien. Ecoalf verwandelt Geisternetze und anderes Plastik aus unseren Weltmeeren in schicke und stylishe Schuhe und auch Jacken. Das Recycling ist nicht nur schön für die Umwelt, es spart auch noch massiv Wasser bei der Herstellung von Klamotten. Das spanische Unternehmen ist eine Certified B Corporation und führt einen Teil seiner Gewinne in die eigene Stiftung „Upcycling the Oceans“ ab. Die neue Kollektion ist 100 % vegan. Jacken und Mäntel aus den letzten Kollektionen können aber noch Daunen enthalten!

Erhältlich im →  Avocadostore.de*

Save the Ducks

save the ducksDer Markenname verrät bereits, was drin oder besser gesagt nicht drinsteckt: Daunen. „We respect Animals“ – Das steht unter der putzigen Ente im Logo – das italienische Modelabel ist also 100 % vegan und ist B-Corp zertifiziert. Die wattierten Jacken werden aus recyceltem Plastikflaschen hergestellt, damit sind sie wind- und wasserfest, aber trotzdem atmungsaktiv, also die perfekte vegane Winterjacke / Wintermantel In der Lieferkette ist das Label sehr transparent und hat einen strengen Ethikcode.

Erhältlich bei → Bergfreunde.de*

Embassy of Bricks and Logs

embassy of bricks and logsDie Marke Embassy of Bricks and Logs ist vollständig vegan (Peta Approved) und setzt statt Daunenjacke auf warme Jacken und Wintermäntel mit einer Füllung aus recyceltem Polyester. Das Essener Label lässt in China produzieren (nach Unternehmensangaben unter fairen Bedingungen). Ganz im Geiste von slow Fashion setzt Embassy of Bricks and Logs nicht auf knallige, kurzlebige Farben und Designs – Deine Jacke bzw. Dein Mantel ist auch in der nächsten und übernächsten Saison immer noch up-to-date.

Embassy of Bricks and Logs ist erhältlich bei → le-shop-vegan.de*

LangerChen

Der Markenname (LangerChen) setzt sich aus den beiden Gründern Miranda Chen und Philipp Langer zusammen. Das Unternehmen hat sich auf nachhaltige Jacken spezialisiert und selbstverständlich findest Du hier auch warme, kuschelige Wintermäntel, die jedem Wetter trotzen. Eine faire, umweltfreundliche Textilproduktion in China will das Team um die beiden etablieren. Dabei setzt LangerChen auf Transparenz und veröffentlicht sogar die Fabrik, in der die Jacken hergestellt werden (JIECCO). Beim Material setzt man ebenfalls nicht auf Daunen, sondern überwiegend auf Naturfasern (z.B.: GOTS zertifizierte Bio-Baumwolle), kombiniert mit recyceltem Polyester, vor allem bei der Füllung.

LangerChen ist erhältlich im → Avocadostore*

Was macht eine faire und vegane Winterjacke aus?

Faire Winterjacken und Wintermäntel bestehen aus Bio oder Recyclingmaterialien und natürlich wird während der gesamten Wertschöpfungskette aus faire Arbeitsbedingungen geachtet. Darüber hinaus, gibt es noch folgende Dinge zu beachten. Persönlich halten wir nur eine vegane Winterjacke für wirklich fair, da es absolut keinen Grund für Daunen, Leder oder Pelz gibt.

Kein Pelz

Hier gibt es keine Toleranzgrenze. Pelz ist scheiße. Egal, ob der ganze Mantel aus Pelz ist oder nur der Kragen. Gerade die Verzierungen sind nutzlos, sie bieten keinerlei Mehrwert und stammen fast ausschließlich von Marderhunden oder anderen Tieren, die unter inakzeptablen Bedingungen in winzigen Käfigen gehalten und bestialisch getötet werden. Die Perversität übersteigt, die in der Massentierhaltung um ein Vielfaches.
Persönlich halte ich Kunstpelz ebenfalls für nicht tragbar, ganz einfach, weil es Echtpelz legitimiert. Man sieht es ja nicht, ob es Kunst oder echter Pelz ist. Pelz und Pelzoptik sollte vollständig aus dem Straßenbild verschwinden.

Kein Angora!

Ebenso keine Toleranzgrenze gibt es bei Angora. Zwar gibt es auch Züchter, die schmerzfrei scheren, aber gerade bei Billigware, stammt das Angorafell oft aus fragwürdiger Herkunft. Da werden die Tiere auf eine Art Streckbank gespannt, um ihnen dann das Fell vom Körper zu rupfen. Danach kommen sie wieder in winzige Käfige und wenn das Fell nachgewachsen ist, wiederholt sich die Tortur. Mit der Zeit bildet sich immer weniger Fell und wenn das Tier nicht mehr effektiv Fell produziert wird es weggeworfen wie Müll. Hast Du schon mal ein Kaninchen schreien hören? Wenn Du es ertragen kannst, klicke hier.

Keine Daunen!

Eine Daunenjacke kommt für Veganer ohnehin nicht in die Tüte. Nicht selten werden die Federn ohne viel Aufhebens aus den Leibern gerupft – Dass das schmerzhaft ist, muss ich, denke, ich nicht erwähnen. Fairerweise wollen wir aber auch erwähnen, dass diese Daunen auch nachhaltig gewonnen werden können, und es mittlerweile auch recycelte Daunen gibt.

Da aber vegane Alternativen exakt denselben Zweck erfüllen und teilweise sogar noch bessere Eigenschaften haben, gibt es keinen Grund eine Winterjacke aus tierischen Bestandteilen zu tragen.

Kein Leder!

Leder ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie! Das muss man wissen, für Leder werden Rinder mitunter noch grausamer gehalten als Rinder in der Massentierhaltung. Wie zum Beispiel die Rinderherden, die quer durch Indien nach Bangladesch getrieben werden, wo sie geschlachtet werden dürfen. Auf dem Marsch wird ihnen Pfeffer und Chili in die Augen gerieben, damit sie nicht einschlafen und so bis zur totalen Erschöpfung zu ihrem Schlachter getrieben zu werden. Ausgezeichnet wird das in der Doku „Gift auf unserer Haut“ behandelt.

 

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