Nachhaltiger Ökostrom | Wir empfehlen diese 4 Anbieter

Zahlreiche Ökostrom Anbieter tummeln sich am deutschen Markt. Aber Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom – Was ist nachhaltiger Ökostrom? Auf welche Siegel musst Du achten und welcher Stromanbieter ist der Richtige? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Die Tage der Kernenergie sind glücklicherweise gezählt. Bei Kohlestrom eiert die Bundesregierung herum, angefüttert mit populistischen Horrorszenarien der Kohlelobby – Und dennoch: 70 % aller Deutschen befürworten den Kohleausstieg. Das ist eine beeindruckende Zahl, aber wie viel Wert hat sie eigentlich? Tatsächlich beträgt der Marktanteil von Ökostrom gerade mal 26 % Nachhaltiger Ökostrom hat einen noch kleineren Anteil

Die Frage ist also: Du willst den Kohleausstieg? Dann steig aus! Jetzt!

Die Diskussion, ob wir aus der Kohleenergie aussteigen sollen ist eine Farce. Wir versuchen hier mit Mutter Erde zu diskutieren – und sie diskutiert nicht, sie verhandelt nicht. Ungeachtet der CO₂ Belastung durch Kohlekraftwerke, ist es ein Fakt, dass ein Rohstoff wie Kohle nicht nachwächst und irgendwann nun mal alle ist. Das heißt: Früher oder später bleibt uns nichts anders übrig, als alternativ Strom zu erzeugen.

Was ist nachhaltiger Ökostrom?

Ein nachhaltiger Ökostrom-Anbieter liefert nicht nur Strom aus erneuerbaren Energien, er investiert auch massiv in die lokale Ökostromproduktion. Hierzu zählt der Ausbau und die Weiterentwicklung von Ökostromanlagen und die Entwicklung von neuen Formen der Stromerzeugung.  Das OK-Power-Siegel steht genau dafür, ebenso wie beispielsweise das grüner Strom Label, daran kann man sich gut orientieren.
Für nachhaltigen Ökostrom werden natürlich auch nur Anlagen in Einklang mit Tier und Natur gebaut, denn Windräder, die ohne Sinn und Verstand in die Botanik gepflanzt werden, sind schlichtweg nicht nachhaltig.

Außerdem sind an nachhaltigem Ökostrom auch keine Kohle und Atomkonzerne beteiligt, diese Unternehmen können zwar auch zertifizierten Ökostrom erzeugen, sind aber nicht nachhaltig. Eprimo zum Beispiel dürfte zu den günstigsten Ökostrom-Anbietern gehören, dahinter steckt aber RWE – also ein Anbieter, der große Waldflächen rodet, um an weitere Kohle zu kommen (Nick Schrader dreht aktuell eine Dokumentation über die Zerstörung des Hambacher Forst durch Braunkohleabbau). Mit seinem billig produzierten Kohlestrom subventioniert der Konzern nun seinen Ökostrom, damit der schön billig ist. Wer also zu diesem Anbieter wechselt, ändert nichts.

Nachhaltiger Ökostrom: Wir empfehlen diese Anbieter

Alle 4 Anbieter achten streng auf die Kriterien für nachhaltigen Ökostrom und sind daher besonders zu empfehlen. Mit Wechselprämien gehen diese Anbieter allerdings sehr sparsam um, weil man auf Langfristigkeit setzt. Sollte aber einer dieser Anbieter eine Aktion haben, erfährst Das hier.

Green Planet Energy (ehemals Greenpeace Energy)

Zweifellos DER Vorreiter für Ökostrom – Klar, der Anbieter ist ja aus Greenpeace und damit der Antiatomkraft Bewegung hervorgegangen und ist Greenpeace bis heute eng verbunden. Als Genossenschaft steht für Green Planet Energy nicht die Gewinnmaximierung im Fokus, sondern nachhaltige Veränderung. Mehr Infos über Green Planet Energy.
Strommix: 48 % Wasser / 52 % Wind
Grundpreis: 8,90 € / Monat + Arbeitspreis: 29,80 Cent / kWh

→ green-planet-energy.de*

Naturstrom

Nachhaltiger Ökostrom  seit 20 Jahren am Markt und mit über 300.000 Kunden ein Big Player. Die Gründungsmitglieder kamen damals vom BUND und vom NABU. Ein Cent pro Kilowattstunde fließt direkt in den Bau neuer Anlagen.
Strommix: 100 % Wasser
Grundpreis: 9,70 € / Monat + Arbeitspreis: 28,95 Cent / kWh

→ naturstrom.de*

Polarstern

Das Unternehmen ist eine Privatgründung und kam erst 2011 auf den Markt. Nachhaltiger Ökostrom stand von Anfang an im Fokus.  In der Gemeinwohlbilanz kann man ganz genau nachlesen, wie das Unternehmen wirtschaftet.
Strommix: 100 % Wasser
Grundpreis: 9,70 € / Monat + Arbeitspreis: 28,20 Cent / kWh

→ polarstern.de*

Bürgerwerke

Das ist ein Bündnis von 95 verschiedenen Energiegenossenschaften zu einem bundesweiten Anbieter. Der Grundgedanke ist, dass man Bürger bei der Energiewende auch mitnimmt und entsprechend einbindet. Hier finden sich auch Kleinstanbieter, für Dich als Kunden macht das aber keinen Unterschied – Dein Ansprechpartner sind die Bürgerwerke. Mehr Infos findest Du hier.
Strommix: 98,8 % , 1 % Solar, 0,2 % Wind
Grundpreis: 11,90 € / Monat + Arbeitspreis: 27,13 Cent / kWh

→ bürgerwerke.de*

Grundlage für die angegebenen Preise: PLZ 10585, 1.500 kw/h pro Jahr [Stand Februar 2021]

Warum überhaupt nachhaltiger Ökostrom?

Ein oft genanntes Argument ist, dass ja ohnehin aus allen Steckdosen der gleiche Strom kommt. Das ist sicher richtig, aber mit dem Wechsel unterstützt Du den Ausbau von erneuerbaren Energien und verbesserst Deine persönliche Energiebilanz (ca. 500 g CO2 pro Kilowattstunde)
Du unterstützt damit auch kein Unternehmen, das Dir auf der einen Seite grünen Ökostrom verkauft und auf der anderen Seite weiterhin mit Kohlekraftwerken unsere Umwelt verpestet oder den Wald abholzt. Kurz: Jede ökologisch erzeugte Kilowattstunde ist eine, die nicht durch Kohle oder Atom erzeugt werden muss. Du setzt ein Zeichen und übst Druck auf Politik und Wirtschaft aus.

Ja, aber: Kohlestrom sichert Arbeitsplätze und schützt vor dem Blackout

Was für ein zauberhaftes Märchen. Ein verzweifelter Versuch der Kohlelobby Stimmung zu machen. Fakt ist: Die Kohleindustrie hat in den letzten 25 Jahren 89 % aller Stellen abgebaut und aktuell arbeiten gerade mal 12.000 im Kohlebergbau. Die erneuerbaren Energien stellen aktuell übrigens 330.000 Arbeitsplätze. Also worüber genau sprechen wir hier? Natürlich müssen wir uns um 12.000 Menschen kümmern und absichern, dass diese ohne finanzielle Einbußen weiter leben können, sofern sie nicht umgeschult werden können.

Die Angst vor dem Blackout ist völlig unbegründet und reine Panikmache. Denn es gibt in Deutschland bereits Reservekraftwerke, die kurzfristig ihre Kapazitäten hoch und herunterschrauben können. 2016 haben an 108 Tagen übrigens diese Reservekraftwerke für die Versorgung gesichert – also eine Zeit, in der wir größtenteils noch Atom und Kohlestrom bezogen haben.

Ja, aber die Ökobilanz von Windrädern ist so schlecht.

Das muss man differenzierter betrachten. Ja, natürlich werden teure Metalle und Materialien in Windrädern verbaut, aber bereits nach einem Jahr Laufzeit hat ein Windrad mehr Energie erzeugt, als seine Produktion gekostet hat. Richtig ist natürlich auch, dass man Windräder nicht einfach massenweise in die Botanik bauen sollte – Waldrodung zugunsten von Windkraftanlagen kann ich genauso wenig gutheißen wie für Kohleabbau.
Und hier setzt nachhaltiger Ökostrom an: Denn für diese Windräder wurde keine Natur geopfert.

Stromspeicher: Salzstock

Stromspeicher. Damit mussten wir uns nie beschäftigen, schließlich produzierten Kraftwerke Tag und Nacht wetter-unabhängig Strom. Erneuerbare Energien sind da etwas komplizierter. Deshalb werden Stromspeicher immer wichtiger. Dicke Akkus im Keller sind da nur eine Lösung. Spannend finde ich das Vorhaben der Oldenburger EWE, die bauen den größten Stromspeicher der Welt in einem Salzstock.  Hier soll so viel Strom gespeichert werden, dass man ganz Berlin stundenlang mit Strom versorgen kann. DAS ist Innovation.

Strom erzeugen da, wo er gebraucht wird.

Eine große Aufgabe bei der Energiewende ist der Transport von Strom. Energie aus Windkraft von der Nordsee nach Wolfratshausen und Sonnenenergie aus Brandenburg nach Köln. Dieses Bild wird von Kritikern der Energiewende immer wieder vorgekramt. Aber warum sollte der Strom denn überhaupt so weit transportiert werden? Anlagen können, genau wie Kraftwerke nahezu überall gebaut werden. Wo hier der Unterschied zu Kohle und Atomstrom sein soll, will sich mir nicht erschließen.

Besser sogar noch, wie es die Berliner Stadtwerke bereits umsetzen. Hier werden Fotovoltaik-Anlagen auf den Dächern der öffentlichen Gebäude angebracht, aber auch Wohnanlagen können sich das auf das Dach pflanzen – Dann entfallen sogar die Transport-Gebühren für den Endkunden, weil der Strom genau da produziert wird, wo er verbraucht wird. Ebenso werden Blockheizkraftwerke gebaut, die direkt an den Wohnanlagen Strom und Wärme produzieren. Eigene Windkraftanlagen rund um Berlin füttern das ganze noch an. Die stehen auf Grundstücken der Berliner Stadtgüter, was bedeutet, dass dafür keine Pflanze ihr Leben lassen musste.

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klarsolar

Du hast ein Haus und willst Deinen eigenen Ökostrom erzeugen und bis zu 80 % Stromkosten sparen? Dafür empfehlen wir Dir klarsolar.de. Ganz einfach Konfigurator anwerfen und Deinen Kostenvoranschlag holen. Dabei konfigurierst Du wie viel Fläche Du zur Verfügung hast, welchen Stromspeicher Du haben willst, welches Solarmodul und so weiter. Alles aus einer Hand! Von der Montage bis hin zur Anmeldung beim Energieversorger. → klarsolar.de*

Nachhaltiger Ökostrom: Wir empfehlen diese 4 Anbieter

Green Planet Energy Polarstern Naturstrom Bürgerwerke
8,90€ pro Monat
29.80 Cent/kWh
9,80€ pro Monat
28,20 Cent/kWh
9,70€ pro Monat
28,95 Cent/kWh
11,90€ pro Monat
27,13 Cent/kWh
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Jetzt bist Du dran! Steig aus der Kohleenergie aus – JETZT!
Einfach einen Anbieter von nachhaltigem Ökostrom auswählen, Onlineformular ausfüllen und zurücklehnen. Mehr musst Du nicht tun, den Rest erledigt Dein neuer Ökostrom-Anbieter für Dich. Die Preise haben wir für Berlin ermittelt – Je nach Region können diese abweichen.

Updates zu „Nachhaltiger Ökostrom“

Lichtblick nicht mehr nachhaltig

[02/2021] Wir haben Lichtblick aus unserer Liste entfernt, da sich die Eigentumsverhältnisse geändert haben.

Bereits seit 2018 gehört Lichtblick Ökostrom zur niederländischen Eneco Gruppe, die auch mit Kohle bzw. Graustrom handeln (Quelle: TAZ.de) Damit folgen wir Robin Wood, die bereits 2020 Lichtblick aus der Empfehlungsliste für nachhaltigen Ökostrom genommen haben.

Am 25. März 2020 haben sich die Eigentumsverhältnisse nochmals verändert: Der Mutterkonzern ENECO wurde von Mitsubishi und dem drittgrößten Energieversorger Japans Chubu übernommen. Chubu betreibt auch Kohle, Öl und LNG Kraftwerke. Besonders LNG (Flüssigerdgas) macht mit 64 % den Löwenanteil aus. Aktuell baut Chubu gemeinsam mit Tepco (wir erinnern uns: Fukushima) ein Kohlekraftwerk, das ab 2024 1,3 Gigawatt Strom produzieren wird. Japan allgemein setzt weiterhin verstärkt auf Kohle und plant 22 weitere Kohlekraftwerke und ist aktuell einer der größten Klimasünder (Quelle: Handelsblatt.de)

Grundlage für die angegebenen Preise: PLZ 10585, 1.500 kw/h pro Jahr [Stand Februar 2021]

Nachhaltiger Ökostrom bei Check24*

Wie Du kostenlos Deinen Alltag nachhaltiger gestalten kannst, verraten wir Dir hier
Die Bürgerwerke haben wir in diesem Artikel genauer unter die Lupe genommen.

nachhaltiger Ökostrom
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2018 habe ich nachhaltige-deals gegründet, weil mir das Thema persönlich am Herzen liegt. Wir leben in einer Zeit, in der wir auf nichts verzichten müssen und trotzdem nachhaltig leben können. Das einzige, was wir tun müssen ist, den Blickwinkel zu ändern und unsere Prioritäten gerade rücken. Deshalb betreibe ich diesen Blog. Ich möchte einen Wegweiser für nachhaltigen Konsum bieten. Seit über 20 Jahren bin ich im Marketing tätig. Seit 10 Jahren leiste ich mir den Luxus kein Auto zu besitzen und ernähre mich vegan. Ich bin kein Mode-Experte, ich bin auch kein Beautyblogger - Mich interessiert nur: Wie viel Nachhaltigkeit steckt drin. Und genau unter diesem Aspekt stelle ich hier nachhaltige Produkte, Projekte oder Firmen vor.

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