Save our Species oder doch lieber nachhaltige Alternativen zu Lacoste

Save our Species! Damit wirbt Lacoste für eine eigens aufgelegte Kollektion. Wir halten das für einen halbherzigen Versuch sich ein grünes Image zu verpassen. Wir haben uns das französische Modelabel angeschaut und verraten Dir, wie Lacoste Nachhaltigkeit definiert, beantworten die Frage “Wo produziert Lacoste?” Natürlich verraten wir Dir auch Alternativen zu Lacoste: echte nachhaltige Poloshirts und mit welchem Label Du viel mehr für den Artenschutz tun kannst.

Lacoste Nachhaltigkeit

  • Bekannte Skandale bzgl. CSR gib es nicht.
  • Die Produkte werden in Asien und Peru produziert. Nur noch ein kleiner Teil kommt aus Frankreich.
  • Lacoste ist nicht Mitglied der Greenpeace Detox Initiative zur Vermeidung von Chemikalien und Giften in Kleidung. Das heißt: Lacoste spült Gifte in die Weltmeere, wo sie den Schweinswal bedrohen, den das Unternehmen hier retten möchte – Wenig glaubhaft.
  • Lacoste verwendet keine Bio-Baumwolle und kein Fair Trade. Damit trägt Lacoste dazu bei, dass der Lebensraum bedrohter Tierarten immer weniger wird.
  • Kinderarbeit. Der Verhaltenskodex ist laut aktiv-gegen-Kinderarbeit.de sehr knapp gehalten, aber es gibt aktuell keine Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit. Die Anfrage aus dem Jahr 2013 ist bis heute unbeantwortet. (Status Oktober 2020)
  • Lacoste ist seit 2012 Mitglied in der United Nations Global Compact und verpflichtet sich damit zur Einhaltung von Menschenrechten.
  • Umweltschutz: Außer dieser Kampagne gibt es keine Informationen über Umweltschutzprojekte ebenso wenig wie über den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser.
  • Bei Good On You wird Lacoste mit der schlechtesten Kategorie “We Avoid” bewertet. Das liegt vor allem an der fehlenden Transparenz in allen Belangen zum Thema Nachhaltigkeit.

Wo produziert Lacoste?

Der Großteil wird in Asien produziert – wo genau ist unbekannt, was unserer Meinung nach immer verdächtig ist. Ein kleiner Teil kommt aus Troyes bei Frankreich. Für den amerikanischen Markt ist Peru Produktionsstandort.

Wir fassen also zusammen: Lacoste gehört nicht zu den ganz Bösen im Modegeschäft. Aber die mangelhafte Transparenz in Sachen CSR, machen Lacoste zu  einer Marke, die man im Laden liegen lassen sollte.

espero: die Alternative zu Lacoste mit echtem Artenschutz

esperoEchten Artenschutz betreibst Du mit dem Fair Fashion Label espero. 25 % des Gewinns spendet das Gießener Modelabel an Projekte für bedrohte Tierarten. Die Tiersilhouetten auf der Brust sind übrigens deutlich größer als bei Lacoste – aber nicht nur deshalb sind die Shirts auch um ein Vielfaches cooler: vegan und nachhaltig Produziert und damit ist espero Lacoste um Längen voraus.

espero-clothing.de*

 

Nachhaltige Poloshirts

nachhaltige PoloshirtsIch persönlich bin kein großer Fan von Poloshirts, aber natürlich haben sie Ihre Daseinsberechtigung. Und natürlich gibt es die auch von einigen Fair Fashion Labels, wie zum Beispiel Neutral, Knowledge Cotton Apparel, University of Soul, Shirts for Lilfe, Trigema und vielen anderen. Die sind nicht nur besser für´s Karma sondern auch besser für den Geldbeutel. Niemand braucht überteuerte Kroko-Shirts.

→ nachhaltige Poloshirts im Avocadostore*

 

Die Kampagne “Save our Species”

Lacoste ersetzt auf einer limitierten Auflage sein Krokodil-Logo durch vom Aussterben bedrohte Arten.
So gibt es 30 Poloshirts, die den kalifornischen Schweinswal auf der Brust tragen, weil es noch genau 30 Exemplare gibt. 450 lebende Exemplare de Schuppenkriechtiers Cyclura ebenfalls…. Alle Tiere zusammengezählt ergeben, dann 1775 Polohemden. Die man am 01.03. online für 150 € kaufen konnte – Alles schon ausverkauft, was für einen Erfolg spricht. Die Einnahmen werden an den IUCN gespendet.

Soweit so gut, es ist zu begrüßen, dass das thematisiert wird, aber Lacoste kommuniziert noch nicht einmal wie viel genau von jedem Verkauf gespendet wird. Da die limitierten Shirts das doppelte des normalen Preises kosten, scheint man den Spendenbetrag einfach auf den Verkaufspreis aufgeschlagen zu haben – und das ist nichts anderes als unter dem Vorwand Tiere zu retten kräftig abzukassieren. Nicht nur hier ist Lacoste in-transparent – In Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz gibt es weder ein erkennbares Engagement, noch einen CSR Bericht, noch nicht mal ein Bekenntnis zu diesen Themen ist zu finden.

Wir halten diese Kampagne für Greenwashing!
Wenn wir uns anschauen, was Lacoste sonst für den Umweltschutz tut, liegt der Verdacht nahe, dass dem Unternehmen die Umwelt ganz schön am Allerwertesten vorbeigeht. Grund genug sich nachhaltige Alternativen zu Lacoste genauer anzuschauen.

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