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Nachhaltigkeit | 7 umweltfreundliche Ideen für den Garten

Das Thema Nachhaltigkeit ist schon längst in aller Munde. Das Gute daran: Jeder von uns kann einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Auch Du! Wenn Du einen Garten besitzt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Du ein klares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen kannst. In diesem Beitrag stellen wir Dir 7 nachhaltige Ideen für Dein Stück Grün vor, die sich ohne großen Zeitaufwand in die Tat umsetzen lassen. So gärtnerst Du der Umwelt zuliebe!

Natürlicher Steingarten

Wenn Du Deinen Garten nachhaltig gestalten möchtest, bietet sich ein natürlicher Steingarten an. Dieser verleiht Deiner Grünfläche nicht nur das gewisse Etwas, sondern ist auch sehr umweltverträglich. Denn ein Steingarten besteht nur aus heimischen Pflanzen und Gesteinen. Damit schaffst Du einen wertvollen Lebensraum für Tiere aus der Region. Wir sprechen also nicht von den Steinwüsten aka Gärten des Grauens.

Möchtest Du einen Steingarten anlegen? Dann stehen Dir diese drei Möglichkeiten zur Auswahl:

Steingarten

Ein Steingarten kann in der Ebene, im Hang oder als Alpinum angelegt werden (© viplounge.ch).

  • Steingarten in der Ebene
    Ein Steingarten lässt sich am einfachsten in der Ebene, d. h. auf flachem Terrain, anlegen. Hier musst Du aber besonders darauf Acht geben, dass sich keine Staunässe bildet.
  • Steingarten im Hang
    Für einen Steingarten im Hang ist ein Gefälle von 10 % ideal. Hier solltest Du unbedingt trockenliebende Pflanzen auswählen, denn das Gießwasser kann unter Umständen zu schnell den Hang hinabfließen. In weiterer Folge kann nicht genügend Wasser von den Pflanzenwurzeln aufgenommen werden.
  • Alpinum
    Ein Alpinum ist eine Sonderform des Steingartens. Es setzt sich ausschließlich aus alpinen Pflanzen und Steinen zusammen.

Organischer Dünger

Wirfst Du Obst- und Gemüsereste normalerweise einfach weg? Landet der Rasenschnitt bei Dir in der Biotonne? Dann solltest Du diese Gewohnheiten umgehend ändern! Denn vermeintliche Abfälle, wie abgeschnittene Äste, Grasschnitt, tote Blätter sowie besagte Obst- und Gemüsereste, sind gute organische Dünger.

Lege am besten einen Komposthaufen in Deinem Garten an, wo Du Pflanzenreste und organische Küchenabfälle entsorgst. Nachdem diese verrottet sind, kannst Du sie als Dünger in Dein Gartenbeet geben.

So kommst Du nicht nur einem möglichst abfallfreien Lebensstil einen großen Schritt näher. Natürliches Düngemittel hat viele weitere Vorteile. Es reichert etwa den Boden mit jeder Menge wichtigen Nährstoffen an, erhöht die Bodenfruchtbarkeit und steigert das Wasserhaltevermögen der Pflanzenerde.

Torffreie Erde

Um die Pflanzenerde kommst Du beim Gärtnern nicht herum. Das Problem: Herkömmliche Pflanzenerde ist meistens mit Torf angereichert. Torf ist ein ausgezeichneter Nährstoffspeicher und sorgt für eine bessere Durchlüftung des Bodens. Doch die organische Substanz ist alles andere als umweltfreundlich – und das natürlich nicht ohne Grund.

Torf ist charakteristisch für Moore. Durch den Abbau von Torf werden große Mengen an CO₂ freigesetzt und in die Atmosphäre gebracht. Außerdem sind Moore ein wichtiger Lebensraum für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten (z. B. Zwergbirke, Laufkäfer).

Um dem Torfabbau aktiv entgegenzusteuern, solltest Du Dich für torfreduzierte oder völlig torffreie Pflanzenerde entscheiden.

Nachhaltiges Gießwasser

Natürlich musst Du Deinen Garten regelmäßig bewässern. Doch wenn Du den Durst Deiner Pflanzen bisher mit Leitungswasser gestillt hast, solltest Du ab sofort auf Regenwasser umsteigen. Regenwasser kannst Du ganz einfach in einer Regentonne sammeln. Am besten wählst Du eine Tonne, die mit einem integrierten Wasserhahn ausgestattet ist – so ist die Wasserentnahme deutlich einfacher.

Mit Regenwasser lassen sich Pflanzen nicht nur nachhaltig bewässern. Das natürliche Wasser überzeugt auch mit seiner Qualität. Im Gegensatz zu Leitungswasser ist es frei von Kalk und somit deutlich besser für das Pflanzenwachstum.

Unterschlupf für Nützlinge

Wo Schädlinge sind, sollten auch Nützlinge sein. Du kannst einiges unternehmen, damit sich Nützlinge, wie Bienen, Käfer, Spinnen, Vögel und Regenwürmer, in Deinem Garten wohlfühlen. Sobald diese Deinen Garten ihr Zuhause nennen, kannst Du im Kampf gegen Schädlinge getrost auf Pestizide verzichten.

Biete verschiedenen Nützlingen in Deinem Garten Unterschlupf, indem Du…

  • …eine schön blühende Wildwiese anlegst,
  • Laub für Igel liegen lässt,
  • ein Vogelfutterhaus aufstellst · oder ein Insektenhotel baust.

Wenn Du einen wertvollen Lebensraum für Nützlinge in Deinem Garten schaffst, beugst Du nicht nur Schädlingen vor. Du leistest auch einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der heimischen Artenvielfalt.

Upcycling im Garten

Nicht nur nachhaltige Möbel liegen heute voll im Trend. Auch Upcycling erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch was ist das eigentlich? Kurz gesagt: Upcycling bedeutet, alten Dingen neues Leben einzuhauchen. Alte oder kaputte Gegenstände landen also nicht geradewegs in der Mülltonne,

sondern werden sinnvoll wiederverwertet. Mit Upcycling kannst Du originelle Gartendekoration kreieren und praktische Utensilien zum Gärtnern herstellen. Ganz nach dem Motto: Aus Alt mach Neu!

Zur Inspiration haben wir ein paar kreative Ideen für Dich gesammelt:

  • Pflanzenbeschriftungen aus den Scherben kaputter Töpfe
  • Aussaatgefäße aus Eierkarton
  • Pflanzentöpfe aus altem Geschirr
  • Blumenvasen aus ausrangierten Glasflaschen
  • Bewässerungssysteme aus PET-Flaschen

Langlebige Gartenwerkzeuge

Gartenwerkzeug ist natürlich ebenfalls unverzichtbar, um das eigene Stück Grün in Schuss zu halten. Der Umwelt zuliebe solltest Du Dich allen voran auf das wesentliche Equipment beschränken. Eine Schubkarre, ein Spaten, ein Unkrautstecher, Gartenhandschuhe aus fair gehandelten Materialien und ein emissionsarmer Rasenmäher sind z. B. ein guter Anfang.

Doch mit nur wenig Werkzeug zum Gärtnern ist es in Sachen Nachhaltigkeit noch nicht getan. Bei der Anschaffung solltest Du besonders darauf achten, dass sämtliche Utensilien möglichst hochwertig und somit langlebig sind. Materialien, wie Edelstahl, recycelter Kunststoff oder FSC-zertifiziertes Holz, sind eine gute Wahl.

Fazit: Gärtnern für mehr Nachhaltigkeit!

Du möchtest ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen? Mit der Umsetzung unserer 7 Ideen für umweltfreundliches Gärtnern gehst Du mit gutem Beispiel voran. Wir wünschen Dir weiterhin viel Freude bei der Gartenarbeit!

 

 

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