Clevere Köpfe finden ständig neue Materialien, aus denen man Kleidung herstellen kann. Wir haben hier bereits über recyceltes Plastik, Bananenblättern und Ananas geschrieben. Heute stellen wir Euch Kleidung aus Kaffee vor und mit dem Evolution-Hoodie und Rens gleich zwei Kickstarter Projekte, die sich lohnen.
Wie macht man eigentlich Kleidung aus Kaffee?
Die Basis hierfür ist nicht etwa die Kaffeepflanze oder die Bohne, nein es ist der Kaffeesatz – also das, was wir aus unseren Filtern kratzen und in den Müll werfen. Da Kaffee aber unter hohem Wasserverbrauch angebaut wird, ist selbst der Kaffeesatz viel zu kostbar, um in einfach so wegzuwerfen. Die taiwanesische Firma Singtex zum Beispiel macht daraus eine Textilfaser.
Die Eigenschaften der Faser sind prima für Klamotten geeignet. So sind sie Geruchs-hemmend und trocknen schnell, außerdem haben sie einen natürlichen UV Schutz. Das ist genau das, was man als Outdoor- und Sport-begeisterter Mensch von seinen Klamotten erwartet.
S.Café heißt der Markenname und wird aktuell schon von Herstellern wie Ecoalf, Schöffel, Puya, North Face, Timberland und sogar Puma eingesetzt.
Dazu wird der Kaffeesatz eingesammelt und damit vor dem Müll gerettet (Meist von Starbucks und lokalen Cafés in und um Taipeh) Der wird dann getrocknet, extrahiert und mit Polymer zu einem Garn verschmolzen (vereinfacht ausgedrückt)
Der Kaffeesatz einer Tasse Kaffee reicht für 2-3 T-Shirts, die Du übrigens wie ganz normale Klamotten in die Waschmaschine werfen kannst. Mehr Infos findest Du auf bergfreunde.de*
Rens – Der Sneaker aus Kaffeepulver

Das Projekt ist bereits durch finanziert. Über 280.000 € sind bereits zusammen gekommen – 17.000 € wären nötig gewesen. Ausgeliefert werden die Schuhe ca. im November, noch bis Mitte August kannst Du Dir eines der Early Bird Packages bereits für 89 $ Dollar sichern. Ladenpreis wird später bei 149 $ liegen. Also ein satter Rabatt von 40 %
Evolution Hoodie – ein Sweatshirt aus Kaffeesatz


Wir leben in einer Zeit, in der wir auf nichts verzichten müssen und trotzdem nachhaltig leben können. Das einzige, was wir tun müssen ist, den Blickwinkel zu ändern und unsere Prioritäten gerade rücken.
