Döberitzer Heide – 100% Natur, 100% Schönheit

Der Kontrast zwischen Konsumwahn und Naturidyll wird im Norden der Döberitzer Heide deutlich sichtbar.

2 Mio. Menschen schieben sich jährlich durch das Designer Outlet Berlin. Gerade mal 200 Meter davon entfernt schlummert ein Juwel grenzenloser Ruhe und Naturverbundenheit. Ich bin auf meinen Radtouren oft in der Döberitzer Heide nahezu allein – Alleine mit ein paar Wildpferden, Bisons, Ziegen, Vögel und unzähligen surrenden Insekten und seltenen Kleintieren. Nicht dass ich die Konsumtouristen vom Outlet hier vermisse, so zeigt es doch ganz deutlich dass sich Menschen lieber gegenseitig auf die Füße treten, um vermeintliche Schnäppchen von fragwürdigen Unternehmen zu erwerben, statt nur ein paar Meter weiter 100 % Natur zu erleben.

Es ist ein Privileg in der Döberitzer Heide sein zu dürfen.

Auf 3600 Hektar erobert die Natur ein Stück menschlicher Grausamkeit zurück. Denn wo heute 980 geschützte Tierarten leben wurde bis 1992 wurde hier nichts anderes als Krieg simuliert. Als die letzten russischen Truppen 1992 abzogen, wurde das Areal von der Heinz Sielmann Stiftung gekauft und seitdem gehört die Döberitzer Heide wieder der Natur. Viele bedrohte Tiere finden hier eine Zuflucht, wie die Zauneidechse oder der Seeadler und der Fischotter. Aber auch nahezu ausgestorbene Tiere wie die Przewalskipferde und Wisente wurden hier wieder angesiedelt. Man muss Geduld mitbringen oder Glück haben, wenn man Tiere beobachten will. Schließlich ist das kein Zoo und für uns Menschen sind nur 200 Hektar frei zugänglich. Das wilde Leben spielt sich mitten in der 3400 Hektar großen Kernzone ab.
Kein Foto und keine Beschreibung kann diese Schönheit beschreiben, die man dort erleben kann, dennoch versuche ich immer wieder ein paar Eindrücke festzuhalten, wenn ich dort bin.

 

Ich kann nur jedem Naturfreund einen Besuch in der Döberitzer Heide empfehlen – Hier wird einem bewusst, wie wichtig es ist unsere Natur zu beschützen. Was du im Alltag tun kannst um nachhaltiger zu leben ohne dafür auch nur einen Cent auszugeben, verraten wir hier