Nachhaltig Leben | 10 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

Nachhaltig Leben ist eigentlich gar nicht schwer, man muss nur einfach damit anfangen. “Ich müsste, könnte, sollte…” Fangen auch bei Dir einige Deiner Sätze so an? Man muss ja auch nicht von jetzt auf gleich 100% nachhaltig Leben – Es ist ein Prozeß – Eine Reise – Eine Challenge. Der ist schon sehr weit, der andere fängt gerade erst an. Wir sind hier kein moralische Instanz und geben Hilfestellung auf jeder Stufe. Auch ich bin nicht 100% konsequent, das ist wohl niemand. Das wichtigste ist, dass Du damit anfängst Dich mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen und nach und nach einen weiteren Punkt auf Deiner ToDo Liste erledigst.

Nachhaltig Leben

Mit einem nachhaltigen Lebensstil schlägst du übrigens in vielen Fällen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Du brauchst noch Ideen oder ganz einfach einen kleinen Schubs? Wir stellen Dir einige Ideen vor, die Du leicht schaffen kannst. Sieh es als Challenge und Du wirst sehen wie toll das Gefühl ist, wenn man wieder einen Bereich in sein Leben integriert hat.

Nachhaltig leben im Alltag

Kurze Autofahrten vermeiden

Über 40% aller Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer. Wer ehrlich zu sich selbst ist, wird zustimmen, wenn wir behaupten, dass ein Großteil dieser Kurzstrecken überflüssig sind. Kein Mensch braucht ein Auto für die Fahrt zum Bäcker – Einfach mal  das Fahrrad aus dem Keller holen, außerdem hat man damit keinerlei Parkplatzsorgen.

Oder verzichte ganz auf Dein Auto. Ich zum Beispiel leiste mir den Luxus kein Auto zu besitzen. Meinen  10 Kilometer Arbeitsweg lege ich mit dem Fahrrad zurück und ich liebe es. Nach 30 Minuten sitze ich wach, entspannt und gut gelaunt an meinem Schreibtisch.

Du verbindest Damit gleich mehrere positive Aspekte: Geld sparen, mehr Bewegung, Abnehmen, Stress abbauen und es ist sicher einer der bedeutendsten Schritte um nachhaltig zu leben. Lust aufs Fahrradfahren bekommen? Dann schau mal bei Fahrrad-XXL* vorbei.

Zu einem Ökostrom-Anbieter wechseln

Morgen, ja morgen müsste ich mich mal um einen Ökostrom-Anbieter kümmern. Kennste? Du willst raus der schmutzigsten Energiegewinnung – Kohle? Also:  Arsch hoch und wechseln! Dauert ein paar Minuten und schon beziehst Du nachhaltigen Ökostrom. Dabei solltest Du aber auf nachhaltigen Ökostrom achten und nicht aus Versehen vermeintlich grünen Strom beziehst, hinter dem in Wahrheit dann doch RWE (=eprimo), EnBW (Natursenergie Plus) oder ein anderer Umweltverschmutzer steckt. Einen Überblick über nachhaltigen Ökostrom findest Du hier.

Fair Fashion

Ökomode ist heute genauso stylisch wie Klamotten von großen Marken und alles andere als langweilig. Mit dem unterschied, dass bei Fair Fashion Bio oder Recyclingmaterialien zum Einsatz kommen und die Menschen in der Wertschöpfungskette fair bezahlt werden. Eine nachhaltige Modemarke zu tragen ist ein Statement! Hier findest Du unsere Bestenliste zum Thema Fair Fashion und hier gibt es die passenden Sneaker

 

Nachhaltig leben im Haushalt

Wasser und Energie sparen

Neben dem gewaltigen Umweltaspekt steht hier auch ein großer Batzen Geld im Raum. Ein wassersparender Duschkopf zum Beispiel spart mehr als die Hälfte Deiner Duschkosten. Auch am Wasserhahn kannst Du Sparregler installieren – Das habe sogar ich geschafft, mit dem handwerklichen Geschick eines Schuhlöffels. Auch bei den Heizkosten kannst Du mit ganz einfachen Mitteln ordentlich Geld sparen und außerdem einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Keine Lebensmittel wegwerfen

Sollte eigentlich normal sein, aber ich glaube wir alle haben schon mal Lebensmittel weggeworfen. Aufhören! Wer viel wegwirft, sollte einfach weniger und dafür häufiger einkaufen. Viele Produkte sind weit länger als das Mindesthaltbarkeitsdatum essbar. Sollte man dann doch etwas haben, was man selbst nicht mehr essen möchte gilt: Spenden.
Aber nicht nur der Endverbraucher wirft Lebensmittel weg. 17 Mio Tonnen Obst und Gemüse landen in der EU jährlich auf dem Müll, weil es nicht der optischen Norm entspricht. Einige Supermärkte verkaufen bereits “krummes Gemüse”.  Der Lieferservice Etepetete bietet krummes Gemüse im Abo an. Dörrwerk zum Beispiel rettet Obst und verarbeitet es zu leckerem “Fruchtpapier”

Weniger Fleisch essen und dann bitte Bio

Unser übermäßiger Fleischkonsum ist schädlich für das Klima. Hektarweise vernichteter Regenwald um Tierfutter anzubauen, das dann über quer über den Erdball transportiert wird um hier dann  den unwürdig gehaltenen Tieren zu füttern. Im Zeitalter immer knapper werdender Ressourcen ist es unverantwortlich täglich Fleisch zu essen. Es braucht das 15-30 fache an Futter um eine Kalorie Fleisch zu erzeugen. Hinzu kommt der doppelte Wasserverbrauch. Großartig wurde dieses Thema kürzlich in der Anstalt thematisiert. Auch wir haben uns schon mit dem Thema auseinander gesetzt.
Übrigens kann man auch dabei Geld sparen. Zwar argumentieren manche Menschen, dass sie sich nur die 85ct Wurst leisten können und deshalb weder gutes Fleisch noch vegane Lebensmittel kaufen können. Die Wahrheit ist aber wohl eher Bequemlichkeit oder fehlende Vorstellungskraft. Das sind dann 100 Gramm Geschmacksverstärker, Separtorenfleisch und Diverses. Nährwert = Null. Für 1 Euro bekommt man 500 Gramm Linsen, aus denen absolut jeder einen leckeren, nahrhaften Brotaufstrich selber machen kann.

Regional und saisonal einkaufen

Zum Glück ist das schon recht einfach. Viele Supermärkte führen regionales Obst und Gemüse. Hier sollte man zwar immer noch genauer hinschauen, weil der Begriff “regional” oft sehr großzügig interpretiert wird. Dafür braucht es aber auch eine Kenntnis über saisonales Obst und Gemüse. Tomaten im Dezember können nicht regional sein, ebenso wenig wie Spargel im Januar. Wir haben hier einen Saisonkalender zusammengestellt. Saisonal kochen kann auch Spaß machen, weil man einfach mal Dinge ausprobiert, die man sonst nie Pfanne klatschen würde.

Weniger Plastik

Ja ich weiß, das ist eine Mamut Aufgabe, die heute fast nicht zu schaffen ist. Im Supermarkt verdeckt der Berg an Plastikverpackungen den Blick auf die vielen Dinge, bei denen wir sofort und ganz einfach auf Plastik verzichten können. Sieh es einfach als Challenge, bei der Du Schritt für Schritt immer mehr Plastik aus Deinem Haushalt vermeidest. Das ist nicht nur nachhaltig, es macht echt Spaß. Also: Einfach anfangen! Sobald Dein Duschgel leer ist, einfach stattdessen Naturseife kaufen. Die gibt es schon für unter einem Euro und hält eine gefühlte Ewigkeit. Gleiches mit der Zahnbürste, dem Waschmittel (Pulver im Karton statt Gel in der Plastikflasche), Naturkosmetik im Glas, Spülmaschinenfeste Spülbürste statt Schwamm, auf die Plastiktüte im Supermarkt einfach verzichten, loses Obst in Mehrwegbeutel packen… Egal wie gründlich Du hier vorgehen möchtest – Das Wichtigste: ANFANGEN!

Insekten-freundliche Pflanzen setzen

Das Insektensterben war in diesem Jahr in aller Munde. Insekten-freundliche Pflanzen anbauen ist einer meiner persönlichen gute Vorsätze für 2019. Während der Hitzewelle hatte ich Trinkschalen auf meinen Balkon gestellt, leider fand kein einziges Insekt den Weg zu mir. Klar, denn es gibt keinen Grund warum ein Insekt meinen Balkon besuchen sollte. Keine Pflanzen und das mitten in Charlottenburg. Im nächsten Jahr wird sich das ändern.

Spenden statt Böllern

Knapp 130 Millionen Euro werden wir Deutsche schätzungsweise wieder für Feuerwerkskörper ausgeben. Damit blasen wir dann 25% der jährlichen Feinstaubbelastung in die Luft, hinterlassen Berge von Müll und verschrecken unzählige Tiere. Kein Mensch braucht Feuerwerk. Damit Deine guten Vorsätze nicht in der Luft verglühen: Lass den Scheiß doch einfach oder spende einfach dein Feuerwerksbudget. Zum Beispiel Greenpeace* oder eines der unzähligen Projekte auf betterplace.org.

 

Um mit einem nachhaltigen Leben zu beginnen brauchst Du keinen Stichtag und es gibt unzählige Möglichkeiten deinen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Wir werden auch in 2019 über alle Bereiche des nachhaltigen Konsums berichten und werden auch im kommenden Jahr regelmäßig einen Teil unserer Einnahmen spenden.

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