Mikroplastik – Nutzlos, gefährlich und doch überall

500 Tonnen Mikroplastik landen jedes Jahr im Meer – Nur aus Deutschland.

Wenn ich Freunden erzähle, dass ich gerade versuche so viel Plastik wie möglich aus meinem Leben zu verbannen, wird das immer mit Plastikverpackungen gleich gesetzt. Fast schon überrascht blicken mich fragende Augen an, wenn ich dann antworte “Es geht auch um das Plastik IN den Produkten”
Plastikverpackungen sind ja schon ein Übel der modernen Welt und auch das zerfällt irgendwann zu Mikroplastik. Aber zusätzlich in Produkte gemischt, als Weichmacher, Design-Farbkügelchen oder Peelingperlen braucht nun wirklich niemand – Es ist ein absolut nutzloses Produkt. Die Partikel sind so klein, dass Kläranlagen sie oft nicht herausfiltern können und so landet der ganze Kram immer im Meer. Dort wird es nicht selten von Fischen gefuttert, die am Ende auf unserem Teller landen und so fressen wir Plastik. Mmmmmh – Lecker, Captain Iglo!

Auf Mikroplastik zu verzichten ist gar nicht so schwer

  1. Es versteckt sich oft in Produkten, wo man es nicht vermutet
    Duschgel, Peeling, Spülmittel, Waschmittel, Shampoo, Creme, Deo… Beim BUND findest Du eine vollständige Liste mit Produkten mit Mikroplastik (PDF Download)
    Genau hinschauen lohnt sich.
  2. Kaum jemand liest überhaupt das Kleingedruckte
    Am einfachsten ist es sich die Marken und Produkte zu merken, die bewusst kein Mikroplastik verwenden.
    Oder die App Codecheck runterladen – Sie zeigt Dir einen Kurzcheck über alle bedenklichen Inhaltsstoffe an (auch Palmöl, tierische Bestandteile… )
    Beim Duschgel habe ich direkt 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich benutze Seife statt Duschgel, damit habe ich auch gleichzeitig noch die Plastikflasche aus dem Badezimmer verbannt – Und ich steige trotzdem sauber aus der Dusche.
  3. Es gibt 12 unterschiedliche Bezeichnungen für Mikroplastik
    Die Industrie bezeichnet nur die festen Partikel als Mikroplastik. Aber es gibt tatsächklich mehr und keiner davon erfüllt irgend eine Funktion. Alles dient lediglich der Konsistenz und als Designelement.
    Polyethylen (PE)
    Polypropylen (PP)
    Polyethylenterephthalat (PET)
    Nylon-12
    Nylon-6
    Polyurethan (PUR)
    Acrylates Copolymer (AC)
    Acrylate Crosspolymer (ACS)
    Polymethyl methacrylate (PMMA)
    Polyacrylate (PA)
    Polystyrene (PS)
    Polyquaternium (P)

Es ist noch nicht einmal teurer, auf Produkte ohne Mikroplastik zu achten. Manchmal spart man sogar Geld und damit fällt es fast schon in unsere Kategorie “10 Ideen kostenlos nachhaltiger zu leben”