Goodbye Milch – Teste jetzt die Alternativen

Da ich erst Vegetarier wurde, hieß es für ich erst später Goodbye Milch. Zunächst spielte für mich damals das Thema Tierwohl nur eine untergeordnete Rolle. Erst danach habe ich mich mit Tierleid und Massentierhaltung beschäftigt. Schnell war klar, dass die Milchproduktion in Sachen Tierquälerei mit der Fleischproduktion exakt auf der gleichen Stufe steht. Wenn es nicht sogar noch grausamer ist. Denn im Kern basiert die gesamte Milchproduktion darauf, dass ein neugeborenes Kalb von seiner Mutter getrennnt wird.

Die Peta Kampagne Goodbye Milch

 

Ich bin mit vielen Peta-Aktionen nicht einverstanden. Goodbye Milch trifft allerdings den Nagel auf den Kopf. Ein radikaler und schockierender Vergleich, der den ein oder anderen sicher zum Nachdenken anregt.

Wie läuft die Milchproduktion ab?

Auch ich dachte früher mal “Kühe geben Milch – So ist das nun mal” Das ist natürlich Quatsch. Milch ist für Neugeborene  – Für niemanden sonst. Und nur wenn ein Kalb zur Welt kommt, produziert die Kuh Milch bzw. die Kuh muss mindestens ein Kalb zur Welt gebracht haben, danach kann man quasi durch permanentes Melken die Milchproduktion aufrecht erhalten. Da die Menge aber sinkt wird in der Massenproduktion eine Kuh nach ca 300 Tagen erneut befruchtet. Direkt nach der Geburt, wird das Kalb von der Mutter getrennt, mit Ersatznahrung aufgezogen, bis es als Kalbsschnitzel in der Kühltheke landet. Dieser Kreislauf wiederholt sich 30-40 Jahre. Bei der Bio-Landwirtschaft haben es die Tiere zwar besser, aber im Kern folgt auch sie diesem Kreislauf.

Warum trinken wir eigentlich Milch?

Alle Säugetiere trinken Milch um zu wachsen – Und zwar nur deshalb. Deshalb hört der Körper auch irgendwann auf, Milch zu produzieren. Ein ganz natürlicher Prozess. Danach ist Milch nicht mehr notwendig. Genau genommen vertragen wir sie danach gar nicht mehr. Laktoseintoleranz ist nämlich kein Mangel oder ein Defekt – Das ist völlig normal. Das Enzym Lactase wird nch dem Stillen zurückgebildet – Das hat die Natur eigentlich so eingerichtet. 75% der erwachsenen Weltbevölkerung verträgt gar keine Milch, auf der Südhalbkugel liegt der Anteil sogar bei 80-100%. Der Grund ist einfach: Die geringere Sonneneinstrahlung auf der Nordhalbkugel behindert die Produktion von Vitamin D – das widerun erschwert die Aufnahme von Kalzium. Milchzucker kann diesen Mangel ersetzen.

Beides ist also weder abnorm – Es ist schlichtweg Evolution.
Da wir aber nicht mehr im Mittelalter leben und auch die Eiszeit lange vorrüber ist, können wir diesen Mangel anders ausgleichen. Bleibt also lediglich die ethische Komponente.

Wie schmecken die Alternativen?

Anders! Mandel-, Hafer-, Reis-, Lupinen-, oder Soja-Milch schmecken alle anders als Kuhmilch. Alle Milchalternativen wollen auch, anders als Fleischalternativen, gar nicht den Geschmack nachahmen.
So bringt jede Sorte ihren Eigengeschmack mit. Welche und ob es schmeckt, muss jeder selbst entscheiden. Während sich Kuhmilch-Marken geschmacklich kaum voneinander unterscheiden, ist es bei den Alternativen anders. “Sojamilch habe ich auch mal probiert und die schmeckt mir nicht” ist ungefähr so wie “Musik hab ich mal gehört – das gefällt mir nicht”

Milchalternativ im Kaffee? Geht, ich persönlich finde es allerdings gruselig – Seit ich vegan lebe, trinke ich meinen Kaffee schwarz.

Sojamilch: Der Klassiker. Viel Protein, unzählige Geschmäcker durch viele Hersteller
Hafermilch: recht intensiv im Geschmack – Nicht jedermanns Sache
Mandelmilch: nussiger Geschmack
Lupinenmilch: mein Favorit! weicher, leicht nussiger, nicht aufdringlicher Geschmack
Reismilch: süßlicher Geschmac

Joghhurt: Der kommt schon sehr nah an Milchjoghurt ran. Aromatisiert spielt es, finde ich gar keine Rolle, ob mit Milch oder Soja, schließlich sind auch in der Pflanzenalternativen soviele Aromen drin, dass vom ursprünglichen Geschmack gar nichts mehr übrig ist.

Margarine: Die Alternative zu Butter. Rama, Lätta und Co stammen nicht nur von fragwürdigen Herstellern, sind oft gar nicht vegan und schmecken völlig anders. Ich persönlich kaufe immer Alsan-Bio (hergestellt in Deutschland). Kostet 1,25 im 250 Gramm Block – Sieht nicht nur aus wie Butter, schmeckt auch fast so und liegt in jedem halbwegs gut sortiertem Supermarkt.

Käse: Naja… Nicht meine Welt. Wilmersburger Käse zum Beispiel schmeckt jetzt nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär und wird einen überzeugten Käsefan sicher nicht überzeugen. Die Flocken zum überbacken sind allerding eine prima Alternative zu Gratinkäse.

Warum sind Milchalternativen so teuer?

Das ist eine falsche Frage. Denn sie muss lauten: Warum sind Milchprodukte so billig? Wenn wir also vergleichen, dann doch bitte mit Bioprodukten. Da kostet der Liter Milch zwischen 1 und 2 €. Sojamilch liegt in etwa in der gleichen Preisspanne. Übrigens fallen für Milchalternativen 19% Mehrwertsteuer an, während Kuhmilch subventioniert bei 7% liegt. Hinzu kommen dann noch weitere Subventionen für Milchbauern.

Wo kann man Milchalternativen bestellen?

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In diesem Sinne: Goodbye Milch

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